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Fotos vom Kindergrabfeld „Birnengarten“ auf dem Hauptfriedhof in Trier

„Woche der Stille“ – eine Wunder volle Erfahrung …

Stille ist Fülle                                                                                              

Stille ist nicht Leere. In seinem Gedicht „Wenn es nur einmal so ganz stille wäre“ beschreibt Rilke Stille als Fülle, die dann eintritt, wenn das Geräusch, das die Sinne machen, das rastlose äußere Leben, immer mehr zurücktritt. Dann kann Stille die Seele füllen und erfüllen, im Aufatmen, im Innehalten, im Zu-sich-selbst-Kommen. Stille ist, um mit Rilke zu sprechen, ein Wachwerden, ein Wachwerden für das Wesentliche, die Liebe, die Freude und Dankbarkeit für das Leben.

Stille ist Fülle.

Wir heißen Sie herzlich willkommen und laden Sie herzlich ein, mit uns in das wundervolle, bereichernde Erfahrungsfeld der Stille einzutauchen. Zum dritten Mal schon findet die „Woche der Stille“ nun auch in Trier statt, nachdem die Trierer Sängerin und Klangtherapeutin Christine Radünzel dem Vorbild anderer Initiativen in Städten wie Berlin, Freiburg und Frankfurt folgend das Erfahrungsfeld der Stille auch in unserer Region auf den Weg gebracht hat.

Erfahren Sie Stille auf jede erdenkliche Weise: lauschend, staunend, erforschend, schauend, gehend, schmeckend, riechend, atmend, tanzend, gehend, stehend, liegend, sitzend, singend, tönend, betend, meditierend, wachend, sinnend, wandelnd gewandelt, innehaltend gehalten …

Jeder mit sich und zugleich mit anderen.

An unterschiedlichen Orten: Kirchen, Museen, Tanzsälen, Kulturstätten, Meditationsräumen, in der Natur, in Gärten, auf dem Friedhof, aber auch mitten in der lärmenden Stadt, draußen und drinnen, früh morgens oder nächtens, im Hellen und Dunklen, öffentlich und verborgen. Wir danken allen Mitwirkenden und Unterstützern ganz herzlich. Alle Veranstaltungen sind kostenlos.

Termin: 30.10. bis 7.11.2021
Ort: an vielen verschiedenen Orten 

Das Programm finden Sie hier.

Initiativgruppe „Woche der Stille“
Maria Brandau
Martina Rothkamm
Gunter Berthold
Maik Bierau

weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: www.stille-in-trier.de

Oberbürgermeister und Ministerpräsidentin weihen neues Kindergrabfeld in Trier ein

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und OB Wolfram Leibe (Mitte) bei der Einweihung des neuen Kindergrabfelds „Birnengarten“ auf dem Hauptfriedhof. In der Mitte des Grabfelds soll eine frisch gepflanzte Linde, die ein Symbol des Zusammenkommens und der Liebe ist, in Zukunft allen Besucherinnen und Besuchern Schatten spenden. Foto und Artikel: Presseamt Trier
 

(gut) Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat OB Wolfram Leibe am vergangenen Sonntag ein neues Kindergrabfeld mit dem Namen „Birnengarten“ auf dem Trierer Hauptfriedhof eingeweiht. Im Jahr 2000 begann das damalige Grünflächenamt mit der Einrichtung eines Kindergrabfeldes auf dem Hauptfriedhof, ab 2001 fanden dort die ersten Beisetzungen statt. Bis heute wurden 128 Sternenkinder auf der Krokuswiese des Hauptfriedhofes beerdigt. Leibe betonte, wie wichtig es sei, einen Ort des Erinnerns zu haben.

Da mittlerweile auf der Krokuswiese nicht mehr ausreichend Platz zur Verfügung steht, entschied sich die Stadt dafür, ein weiteres Grabfeld anzulegen. OB Leibe betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit bei der Realisierung des Projekts: „Besonders wichtig und wertvoll war für uns die Kooperation mit der ‚Aktion Sternenkinder‘ und der Selbsthilfegruppe ‚Stiller Stern – Um Kinder trauern‘, die sich vor kurzem zum Verein ‚Stiller Stern Trier – Um Kinder trauern‘ zusammengeschlossen haben.“ Leibe bedankte sich auch bei den Gärtnerazubis des Amtes StadtGrün, die die Pläne zum Bau des Gräberfeldes „Birnengarten“ von Ende 2020 bis Anfang 2021 umgesetzt haben.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer sagte: „Jedes Leben ist ein Geschenk – egal wie kurz oder zerbrechlich es ist. Manchmal ist es zu Ende, bevor es richtig begonnen hat. Mit dem Birnengarten ist nun ein sehr schöner Ort entstanden, der ‚Sternenkindern‘ ihre menschliche Würde verleiht. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die es ermöglicht haben, dass wir diesen Ort gemeinsam einweihen können. Ich wünsche mir, dass der Birnengarten ein Ort der Erinnerung, aber auch der Zuversicht sein wird, der tröstet und Kraft schenkt.“

Das neue Grabfeld auf dem Hauptfriedhof wird umrahmt durch ein Spalier mit Birnbäumen, inspiriert durch die Ballade „Herr von Ribbeck“ von Theodor Fontane. Die namensgebenden Früchte dürfen auch gegessen werden. In den vier Ecken des Grabfeldes liegen mit Blütenstauden bepflanzte Beete, in denen die „Sternenkinder“ beigesetzt werden. Umrahmt werden diese Beete von einem Band aus heimischen Robinienholzscheiben. Hier können Blumen, Grablichter, Spielzeug und ähnliches abgelegt werden. Die Fläche zwischen den Staudenbeeten ist für Kinderreihengräber vorgesehen. In der Mitte des Grabfelds dienen Eichenholzblöcke als Sitzgelegenheit. In der Mitte wurde eine Linde als Schattenspender gepflanzt – ein Geschenk von Ministerpräsidentin Dreyer und der Stadt Trier an den Verein „Stiller Stern Trier – Um Kinder trauern“.

Ein Kindergrabfeld ist entstanden

Die Aktion Sternenkinder und die Selbsthilfegruppe „Stiller Stern – Um Kinder trauern“ waren bei der Planung der Gestaltung mit eingebunden.
Für die Namenskennzeichnung kann ein Stahlstab über die Friedhofsverwaltung bestellt werden. Der Stahlstab mit Ring trägt auf einem Birnenblatt den Namen und das Datum des verstorbenen Kindes. Die Kleinstkinder können in einem rechteckigen Holzbehältnis, das mit einem Birnenblatt verziert ist, in den Staudenbeeten des Birnengarten beigesetzt werden. Der Stahlstab und die Holzbehältnisse werden vom Spendenkonto der Aktion Sternenkinder Trier finanziert.
Die Stadt Trier stellt die Bestattungsfläche kostenlos zu Verfügung und die Bestatter kümmern sich ehrenamtlich um die Beisetzung.

Das Kindergrabfeld hat den Namen „Birnengarten“ erhalten

Die Auszubildenden StadtGrün waren mit viel Elan dabei, etwas ganz Besonderes für das Kindergrabfeld herzurichten.

Beim Anklicken der Fotos werden sie vergrößert dargestellt.

Entwurf eines Stahlstab zur Namenskennzeichnung

Der Birnengarten liegt in der Nähe Ecke An der Hospitlasmühle/Herzogenbuscherstraße

Behältnis mit Birnenblatt für die Kleinstkinder