Angebot an Großeltern der Sternenkinder und aller verstorbenen Kinder

Termin: Freitag, 30. August 2019 von 16 bis 18 Uhr 

Ort: fetzen-cafe´ Im Treff 15, 54296 Trier

Anmeldung: Maria Knebel, 06502 5928 oder mariaknebel@gmx.de

Unterstützt durch die Aktion Sternenkinder Trier und die Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“

 

Kennen Sie das auch:

Sie sitzen in einem netten Freundeskreis oder einer Nachbarnrunde beisammen – dann zeigt eine der Frauen Fotos ihrer Enkelkinder, die von allen bewundert werden.

Wie weh das tut!

Sie sehen immer wieder Ihre Tochter/Ihren Sohn in tiefer Verzweiflung. Sie möchten gerne helfen, fühlen sich aber ohnmächtig und hilflos. Manchmal auch, weil sich Ihre Kinder abkapseln und Sie nicht an sich heran lassen. Dem eigenen Kind nicht helfen können – das ist kaum auszuhalten!

Oder:

Die trauernde Tochter lässt sich bei Ihnen fallen, beansprucht Ihre Zeit und Ihre Aufmerksamkeit über alle Maßen. Für Ihre eigene Trauer finden Sie weder Zeit noch Raum. Stark sein müssen, wenn man selbst kaum mehr Kraft hat – wie schwer ist das!

Wenn ein Kind gestorben ist, erleben Großeltern die Trauer doppelt. Sie fühlen sich vom Schicksal um ihr Enkelkind, auf das sie sich so gefreut haben, betrogen. Oder auch um das Enkelkind zu dem sie schon eine intensive Beziehung hatten. Sie trauern mit Ihrer Tochter/Ihrem Sohn, die sie leiden sehen und deren Schmerz sie aushalten müssen.
Oftmals findet die Trauer der Großeltern sehr wenig Beachtung – weder in der Trauerliteratur, noch in Angeboten für diese Personengruppe.

Das wollen wir mit einem Treffen für Großeltern verstorbener Kinder ändern!

Am Freitag, 30.August 2019 von 16 bis 18 Uhr treffen wir uns im fetzen-cafe´ Im Treff 15, 54296 Trier bei Kaffee und Kuchen, Getränken und einem kleinen Imbiss.

Unter der Leitung einer Fachkraft bieten wir Ihnen Raum und Zeit Ihre Erfahrungen und Sorgen mit anderen zu teilen, Ihrer eigenen Trauer Beachtung zu schenken und nach Möglichkeiten zu suchen die trauernden Eltern Ihrer Enkelkinder zu unterstützen.

Wie alt Ihr Enkelkind bei seinem Tod war und wie lange dieses schreckliche Ereignis her ist spielt keine Rolle.

Herzliche Einladung zu unserem kostenfreien Angebot.

 

 

Ökumenischer Wortgottesdienst 

zum Gedenken an verstorbene Kinder mit anschließender Beisetzung der Kleinstkinder im Gemeinschaftsgrab des Friedhofs der Abtei St. Matthias

Eine besinnliche Stunde für alle Eltern, Familien und Freunde, denen ein Kind gestorbenen ist, egal wann es gestorben ist oder wie alt es geworden ist. Anschließend kann man gemeinsam die verstorbenen Kleinstkinder des vergangenen Jahres zu der Bestattung im Kindergemeinschaftsgrab auf den angrenzenden Friedhof begleiten.
Die jährliche Beisetzung im November findet dort seit 2002 statt.

Ort: Krypta St. Matthias, Trier

Termin: 27. November 2019, 11:00 Uhr

Veranstalter: Team der Seelsorge im Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier

 

Rückblick auf die Fotoausstellung im Oktober 2018 in Trier

Kindergräber – Orte zum Verweilen, Sinnen und Erinnern   

Im Oktober 2018 wurde die Foto-Ausstellung mit dem Titel „Kindergräber – Orte zum Verweilen, Sinnen und Erinnern“ zum vierten mal gezeigt.

Vom 1. bis 31. Oktober 2018 waren ein Großteil der Fotografien im Foyer der VHS/Stadtbibliothek in Trier zu sehen.

Weitere Fotos konnten vom 1.10. bis zum 11.10.2018 im Kultur Kiosk „Bühne“ in der Südallee/Kaiserstraße betrachtet werden.

Wir zeigten hier, anders als beim saarländischen Vorbild, nicht nur das ganze Grab, sondern haben den Augenmerk auf die Details gelenkt, die den Eltern besonders wichtig sind.

Die Detail-Fotografie wurden 55×75 cm groß mit farblich passendem Passepartout gezeigt. Das besondere Detail wurde farbig, gestochen scharf hervorgehoben. Der Hintergrund in schwarz/weiß gehalten. Es wurde dazu mit Schärfe und Unschärfe gearbeitet. Postkarten mit Kleinen Texten, die den Besuchern aufzeigen, was die Eltern bei der Grabgestaltung bewegt hat, wurden passend zu den Fotografien zum Mitnehmen ausgelegt.

Hierfür wurden 23 Familien gefunden, indem auch das Foto ihres Kindergrabes in der Ausstellung gezeigt werden durfte.

Allen mitwirkenden Familien liegen ihre viel zu früh verstorbenen Kinder sehr am Herzen. Die Erinnerung bleibt, auch wenn sich die Trauer mit den Jahren verändert. Geschwisterkinder fragen nach dem Verstorbenen oder machen mit ihrem Älterwerden immer wieder deutlich, was man verloren hat und auf sehr schmerzliche Weise gehen lassen musste. Die Kindergräber sind dann manchmal die einzige Stelle, an der man seine Liebe zum Kind noch einmal nach außen zeigen kann. Liebevoll gepflegt, bepflanzt und geschmückt.

Am 16. Oktober, um 19.00 Uhr fgab es eine interaktive Buchlesung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Autorin Mechthild Schroeter-Rupieper, Gründerin der Familientrauerarbeit in Deutschland, hat an diesem Abend aus ihrem Buch „Geschichten, die das Leben erzählt – weil der Tod sie geschrieben hat“ von der Sterbe- und Trauerbegleitung erzählt und vorgelesen. Begleitet wurde diese Lesung mit Flöten-Musik.

Veranstalter: Selbsthilfegruppe „Stiller Stern“, “ Aktion Sternenkinder“ und die Volkshochschule/Stadtbibliothek Trier.

Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, da durch das Foyer der VHS/Stadtbibliothek viele Besucher ein und ausgegangen sind und einige auch unsere Ausstellung betrachtet haben. Die zum Mitnehmen ausgelegten Postkarten wurden von den Ausstellungsinteressierten gut angenommen.

Es gab Menschen die in unserem Gästebuch einen Eintrag hinterlassen haben, uns Geld gespendet haben und manchmal auch mit uns in einen persönlichen Kontakt getreten sind.

Wir danken Allen für Ihre Aufmerksamkeiten zu unserer Ausstellung.

Besonders bedanken möchten wir uns bei Herrn Fries für die zu Verfügung gestellten Räume und seinen Bibliotheksmitarbeitern für die Betreuung der Ausstellung.

 

Rückblick auf die die Ausstellung “Suizid – (k)ein Tabu?! 

Freecard

Was?       Wanderausstellung von AGUS
„Suizid – keine Trauer wie jede andere. Gegen die Mauer des Schweigens”
Schirmherrin: Bürgermeisterin Elvira Garbes, Trier

Wann?     05. bis 17. Juni 2018, täglich von 11 bis 17 Uhr

Wo?         Jesuitenkirche, Jesuitenstr. 12-13, Trier

Warum?   Wir setzen ein Zeichen gegen das Tabu!

Netzwerk Logo

 

Veranstalter: Netzwerk Trauer in Trier – … wenn ein Riss durch das Leben geht

V. i. S. d. P. Maria Knebel, Alte Poststr. 42, 54344 Kenn, Tel. 06502 – 5928, E-Mail: mariaknebel@gmx.de

 

Was bleibt sind die vielen Eindrücke: Gute Gespräche, stille Betrachtung der Ausstellung, die Möglichkeit Gedanken aufzuschreiben.

 

Die Jesuitenkirche in Trier war ein guter Ort, um diese wertvolle Ausstellung zu präsentieren. Sie bot Raum, um sie in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Der helle warm wirkende Raum hatte eine wohltuende Ausstrahlung auf die Besucherinnen.

An den äußeren Fluren entlang standen die Tafeln mit den großen Bannern. Im „Raum der Stille“ bestand die Möglichkeit ganz für sich zu sein. In die zu einer Schale geformten beiden Hände aus Ton konnte Belastendes symbolisch in andere Hände gelegt werden. An der „Klagemauer“ konnte man seine Gefühle aufschreiben und anschließend in die roten Ziegelsteine stecken.
An zwei anderen Stellen konnte man seine Gedanken und Gefühle, wie Wut, Zorn, Sehnsucht aufschreiben und damit auch öffentlich machen.

Informationen zum Thema Suizid lagen zum Mitnehmen bereit, an ein Büchertisch mit vielfältiger Literatur war gedacht worden.
Das Begleitprogramm zur Ausstellung war sehr unterschiedlich. So wurden Fachvorträge über „Suizidalität erkennen“, „Suizidalität in der Onkologie“ und „Depressionen und Suizidalität bei Jugendlichen“ angeboten. Daneben gab es eine Lesung mit Klaus-Michael Nix vom Theater Trier, den Film „Im Winter ein Jahr“ mit anschließendem Filmgespräch, sowie eine Wort-Gottes-Feier. Zudem wurde eine Gesprächsrunde zum Thema „Erfahrungen aus der Notfallseelsorge“ angeboten, die wie die anderen Veranstaltungen regen Zuspruch fand. Vernissage und  Finssage waren gut besucht und zeigten damit ebenfalls das große Interesse an der Ausstellung. Das Gesprächsangebot der Telefonseelsorge in einem in sich abgeschlossenen Raum wurde angenommen. Wer mit jemandem reden wollte konnte dieses auch mit den Begleiter*innen der Ausstellung tun. Viele Besucher*innen, betroffene Menschen und Fachleute, kamen während der Ausstellung in die Jesuitenkirche nach Trier. Das “ Netzwerk Trauer Trier” hat mit dieser Ausstellung sicherlich dazu beigetragen, dass die Gesellschaft nicht ihre Augen verschließt vor der Wirklichkeit. Das Netzwerk hat so dazu beigetragen, der Tabuisierung entgegenzuwirken.

 

Hier Zitate die während der Ausstellung entstanden sind:

„Gut das es Menschen gibt die sich dem Thema annehmen und offen damit umgehen. Wir hätten es uns damals sehr gewünscht, jemanden zu haben,der uns unterstützt hätte. Vielen Dank für die viele Mühe und Hilfe“ …

„Es ist gut das du lebst!“

„Ob WIR es hätten verhindern können fragen wir UNS….?! Ob ICH es hätte verhindern können frage ich MICH…?! Niemals vergessen“

„Berührt von der Offenheit der Besucher, dem Thema Suizid Raum zu geben und eigene Gedanken im Gespräch zu teilen. So ist Austausch möglich.“

„Ein sehr gut arrangiertes Gesamtes. Ruhe, Blumen Trost, Inspiration, Rat & Tat, sogar Gespräch. – Schön. -Ich spüre die Einladung ein paar Schritte zu gehen. – Meine eigenen. – Ohne Druck. – Gewollt. – Dankeschön.“ …

 

 

       

Wir danken allen Sponsoren, die diese Ausstellung mit Begleitprogramm ermöglicht haben, insbesondere der Sparkasse Trier und den Rotary Clubs der Region Trier.

Weitere Informationen zur AGUS-Wanderausstellung, sowie das Plakat und Begleitprogramm als PDF zum runterladen.